Eintauchen - erkennen - akzeptieren

Warum es so schwer ist, (D)eine Depression anzunehmen


Letzte Woche habe ich darüber geschrieben, dass wir uns Unterstützung suchen, wenn wir an einer Stelle nicht weiterkommen und dass das ganz normal ist.

Warum sollte es sonst Zahnärzte, Steuerberater und Bäcker geben? Niemand hat ein Problem damit, dorthin zu gehen.


Warum macht es uns das aber bei einer Depression so schwer?


Sie passt nicht ins Selbstbild.

Sie hat ein schlechtes Image.

Sie ist schwer zu erkennen.

Sie scheint schwer zu behandeln zu sein.

Sie macht mich fertig.

Sie ist schuld, dass ich mich so schlecht fühle.

Sie ist schuld daran, dass ich keine guten Freunde habe.

Sie ist schuld daran, dass ich alleine bin.

Sie ist schuld daran, dass ich den besseren Job nicht bekommen habe.

Sie ist schuld daran, dass die Kollegen über mich reden.

Sie macht mich zu einem Versager.


Ich will nix mir ihr zu tun haben!


Ok. Das scheinen alles gute Gründe zu sein. Aber stimmt das denn so auch?

Ich habe lange Zeit genau so gedacht. Du auch? Es hat laaaange gedauert, bis ich verstanden haben, dass es nicht hilfreich ist, so zu denken - wenn auch nachvollziehbar. Was mir geholfen hat, aus diesem Widerstand zu kommen, war die Erklärung meines Coaches, dass die Depression es gut mit mir meint und mir was sagen will. Ja, das mag jetzt etwas komisch klingen, aber hör zu.


Wenn ich zurückdenke an die Zeit, zu der ich depressiv wurde, zurück zum Anfang: Was war da los? Ich war ein Teenager, mein Selbstbild hat mit meiner Außenwirkung nicht übereingestimmt. Ich bin in mir geschwommen. Wusste nicht, wer ich bin. Hatte das Gefühl, meine Freundinnen sind selbstbewusst und klar. Und obwohl ich viele Freundinnen hatte und beliebt war, habe ich mich innerlich schon isoliert und anders gefühlt. Ich wollte dazu gehören und gleichzeitig wollte ich unbedingt anders sein. Rückblickend betrachtet, war das also schon mal der erste Hinweis. Hier lebe ich nicht kongruent, im Einklang mit mir. Und ja, das geht den meisten Teenagern so. Und ja, nicht alle werden depressive Erwachsene, aber bei den Menschen, die depressiv sind, liegt der Beginn oft in der Jugend.


Naja, ich habe einfach weitergemacht, ohne hinzuhören. Über die Jahre kam und ging die Depression immer wieder. Ich hatte immer wieder Therapie. Wir haben uns immer wieder meine Kindheit, mein Verhältnis zu meinem Vater, der die Familie verlassen hat, als ich 5 war, und mein Verhältnis zu meiner Mutter angesehen. Dann wie ich mich in Partnerschaften verhalte … etc. ABER NIE sind wir der Depression offen entgegengestanden.

Ziel der Sitzungen war, sie loszuwerden.



Erst als ich anfing, mit meinem Coach zu arbeiten, haben wir uns mal liebevoll der Depression zugewandt und sie gefragt, was sie eigentlich will. Und dann hat sie erzählt, wie ein Wasserfall. Sie wollte mir damals schon klar machen, dass ich mehr zu mir stehen darf. Sie wollte mich beschützen, weiter schlechte Erfahrungen zu machen, weil mein Selbstbild nicht mit dem Fremdbild übereingestimmt hat. Sie wollte mich bestärken, liebevoller mit mir selbst umzugehen. Sie wollte mich auffordern, mehr zu erforschen, was mich ausmacht, was mich erfüllt und glücklich macht. Das wollte sie schon damals, aber ich habe sie nicht gehört.


In dem Moment, in dem ich das begriffen hatte - sie ist nicht mein Feind, sondern eine liebe Freundin - hat sich bei mir alles geändert.


Ich habe sie als das erkannt, was sie ist.

Ich habe sie verstanden UND angenommen.


All die Energie, die ich über 20 Jahre in den Widerstand gesteckt habe, war vergeudet. Ab diesem Moment des Annehmens habe ich all diese Energie in MICH und MEINE Veränderung gesteckt. Und meine Depression hatte ihren Job erledigt und sich transformiert - in Leichtigkeit und Lebensfreude.


Eintauchen, erkennen und akzeptieren sind die Basis dafür, Deine Depression sinnvoll und dauerhaft zu lösen.


Bist Du bereit?

Ich bin gerne an Deiner Seite

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Wir beginnen Deine Transformation.


Licht und Liebe☀️💛

Iv

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