Resilienz – Dein Schutzschild für die Psyche

Aktualisiert: 13. Okt 2020

Resilienz, das heißt sich nicht von Ereignissen, Stress und unangenehmen Situationen klein kriegen lassen. Resilienz ist wie ein Regenschirm im strömenden Regen - wir sitzen im Trocknen und werden nicht nass. Resilienz bedeutet, Ja zum Leben zu sagen, auch wenn das Leben gerade NEIN sagt. Warum fällt es manchen Menschen leichter, mit dem Leben und den Schicksalsschlägen umzugehen als anderen? Sie haben eine innere, eine psychische Widerstandskraft, z. B. ein starkes Selbstvertrauen, Optimismus oder ein funktionierendes positives Umfeld, das ihnen Kraft gibt.

Die gute Nachricht: Wenn Du das alles nicht hast, kannst Du dennoch Resilienz lernen. Es ist eine Entscheidung. Und nach der Entscheidung beginnt der Prozess. Das geht leider nicht von heute auf morgen. Wenn Du Dir bewusst machst, dass Du Dich entschieden hast, dankbar und zufrieden zu sein, erkennst Du an, dass Du die Gestalterin Deines Lebens bist. Das ist die Grundvoraussetzung. Das bedeutet, dass Du nicht einfach nur hoffst, dass alles gut wird, abwartest, ob sich was ändert, so dass es Dir wieder besser oder leichter geht. Nein, es bedeutet, dass Du Dich aktiv darum bemühst, dass Du darüber nachdenkst, wie es jetzt anders werden kann und dann die Schritte auch gehst. Ins Handeln kommen! Das ist so wichtig.



Acht Resilienzbausteine sind Deine Schutzfaktoren

Am Wochenende habe ich dazu das Buch „Das Leben so: nein! Ich so: doch!“ von René Träder zur Hand genommen. Was mir besonders gut gefallen hat, war eine Auflistung von Schutzfaktoren und sieben kleine Übungen. Träder teilt die Schutzfaktoren in acht Resilienzbausteine. Jetzt geht es darum, Dir diese Schutzfaktoren bewuSSt zu machen, so dass Du sie kultivieren kannst. Dass Du sie stärken kannst, um sie dann auch bewusst einzusetzen, wenn „the going gets tough“.

Die acht Bausteine sind:

1. Verantwortungsübernahme Du erkennst, dass Du die Gestalterin Deines Lebens bist. Du kommst ins Handeln und bist kein Opfer der Umstände mehr.


2. Akzeptanz Es hilft nicht zu leugnen, dass etwas ist, wie es ist. Es hilft nicht, die Augen zu verschließen. Annehmen, was ist. Die Realität akzeptieren und von dort aus dann weitergehen.


3. Zukunftsorientierung Nicht der Vergangenheit nachhängen (aber früher war das doch aus so. Warum kann es nicht bleiben, wie es war?) „Was kommt jetzt“, das ist die Frage. „Was will ich jetzt?“


4. Lösungsorientierung Beschäftige Dich nicht mit dem Problem und verschwende Deine Energie damit. Fokussiere Dich auf Lösungen. Nutze Deine Energie, Deine Zeit, Dein Hirn, neue Wege zu finden, die nächsten Schritte zu planen und zu gehen.


5. Optimismus Diese Einstellung öffnet neue Möglichkeiten, auch des Denkens. Der Optimismus setzt zusätzliche Energie frei, wirkt entspannend und dadurch kann mehr entstehen. Er ermöglicht Dir auch, Neues zu entdecken, offen zu sein. Außerdem hebt er Deine Stimmung.


6. Netzwerkorientierung Wer kann mich unterstützen? Du musst nicht alles alleine regeln und lösen. Sieh Dich in Deinem Bekanntenkreis, in Deinem Netzwerk um- wer kann etwas, das Du jetzt brauchst? Mit wem kannst Du sprechen, Dich austauschen? Wenn es Dir nicht gut geht, dann igele Dich nicht ein, sondern suche Dir liebe Menschen, die an Deiner Seite stehen.


7. Selbstwirksamkeit Das ist die Überzeugung, dass Du selbst schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen kannst. Glaube an Dich!


8. Erholung Pausen sind wichtig. Sie sind ein fester Bestandteil Deines Lebens. Und gerade, wenn es stressig wird, ist es wichtig, dass Du auf Dich achtest. Also nicht nur Dein Handy regelmäßig aufladen, sondern auch Dich selbst.

Ich möchte Dir außerdem noch Achtsamkeit und Humor ans Herz legen. Die Achtsamkeit ist meines Erachtens eine Grundfähigkeit, die jeder Mensch lernen sollte. Sie unterstützt Dich dabei, schneller zu erkennen, was gerade los ist, so dass sich vieles erst gar nicht verfestigen kann. Und der Humor ermöglicht es uns, auch die schweren Dinge leichter zu sehen. Nicht, dass wir sie nicht ernst nehmen, sondern nicht zu schwer.

In der kommenden Woche stelle ich Dir hier sieben Übungen vor, mit denen Du Deine Resilienz im Alltag auf- und ausbauen kannst.

Licht und Liebe ☀💛

Deine Iv

PS: Eine schöne Sketchnote zu diesen Faktoren gibt es auch hier: https://sketchnotes-ruhr.de/resilienz/

117 Ansichten