Mit diesen 10 Tipps gelingt Dir der Einstieg in die Meditation

Aktualisiert: 2. Aug 2020

Letzte Woche habe ich Dir die Espresso-Meditation vorgestellt. Das ist eine 3 bis 5-minütige Achtsamkeitsmeditation, die sich sehr gut für den Anfang eignet. Sie ist aber auch für Fortgeschrittene eine schöne Gelegenheit, zwischendurch die Pausetaste zu betätigen.

Vielleicht hast Du sie auch schon ausprobiert? Wenn nicht, dann hol dir am besten gleich die Anleitung und probiere sie aus.

Grübelst du schon länger darüber nach, dass du eigentlich auch mal meditieren wolltest? Oder tust du dich schwer damit, dranzubleiben? Dann habe ich hier 10 Tipps für dich, wie dir das gelingt.

1) Was ist deine Motivation? Frage Dich zuerst, weshalb Du meditieren willst. Wünschst Du Dir mehr Ruhe und Gelassenheit? Willst Du Deine spirituelle Praxis vertiefen? Willst Du damit Probleme lösen oder willst Du es, weil andere erzählen, welche tollen Erfahrungen sie mit Meditation gemacht haben? Was bewegt Dich? Es ist immer hilfreich, Klarheit über die Motivation zu haben, speziell wenn vielleicht Schwierigkeiten auftreten.

2) Setz Dich nicht unter Druck. Wie alles im Leben braucht es einfach Übung, bis man gut reinkommt.

3) Erwarte nicht, dass Du die absolute Stille in den Kopf bekommst. So funktioniert Meditation nicht. Was passieren wird ist, dass Du mehr Ruhe in den Kopf bekommst, weil Du nicht mehr jedem Gedanken, der da kommt, hinterher rennst, wie ein kleiner wilder Hund.

4) Meditiere abends im Bett. Vielleicht willst Du erstmal damit beginnen, abends, wenn Du bereits im Bett liegst, Deinen Tag Revue passieren zu lassen. Ganz langsam und aufmerksam zu spüren, was gewesen ist, ohne es zu bewerten - nur spüren. Auch das ist dann schon eine Meditation.

5) Meditiere morgens im Bett. Oder auch morgens vor dem Aufstehen. Gehe den Tag, der vor Dir liegt, in Gedanken durch und schaue wie Du Dich fühlen willst. Bitte Vorsicht! Es geht nicht darum, Deinen Terminplan und was Du alles erledigen musst durchzugehen. Es geht um Gedanken und Gefühle. Auch hier gilt es, einfach nur zu spüren.


6) Konzentriere dich auf den Atem. Wenn Du in der Stille meditieren willst, dann finde ich es hilfreich, sich auf den Atem zu konzentrieren. Spüre, wie er durch die Nase in den Bauch fließt und wieder aus der Nase raus. Oder Du konzentrierst dich auf das Dritte Auge, den Punkt zwischen den Augenbrauen. Versuch mal, was Dir näher liegt.

7) Beginne mit ein paar Minuten, vielleicht drei oder fünf. Und dann höre wieder auf und beobachte, wie es Dir damit geht. Wenn es Dir gefallen hat, dann denkst Du vielleicht am nächsten Tag wieder dran und wiederholst das Ganze. Wenn nicht, dann kommt der Gedanke vielleicht ein paar Tage später, und dann ist genau das wieder der richtige Zeitpunkt, um weiterzumachen. Wieder ein paar Minuten. Die Idee dahinter ist, dass Dein Geist von sich aus spürt, wie wohltuend es für ihn ist, und er es von sich aus will (und nicht weil Dein Verstand sagt, dass Du es jetzt wollen solltest). Wenn das mit den fünf Minuten gut klappt, kannst Du gerne ein paar Minuten dranhängen und wieder schauen, was es mit Dir macht. Und so kannst Du Deine Meditationszeit langsam steigern, ohne Druck und Erwartungen aufzubauen.

8) Einfach dasitzen oder bewegen? Vielleicht ist das ruhige Sitzen gar nichts für Dich und eine bewegte Meditation liegt Dir mehr? Dann kannst du das mal ausprobieren:

  • Tanze zu Deinem Lieblingslied und nimm nur die Musik und Deine Bewegung wahr.

  • Eine Gehmeditation veranlasst Dich dazu, Dich voll und ganz auf die Bewegung und das Empfinden in Deinen Füßen zu konzentrieren. Am besten barfuß. Wahrnehmen, wie sich der Boden unter Deinen Füßen anfühlt, das Abrollen, die Gewichtsverlagerung. Auch hier wahrnehmen, spüren, ohne zu bewerten.

  • Schwimmen/Joggen- und dabei die Aufmerksamkeit auf Deine gleichmäßigen Bewegungen lenken.

9) Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Es wird Tage geben, da fühlst Du Dich leicht und erleuchtet und denkst: „Ab jetzt wird sich alles in meinem Leben ändern!“ … Und es wird Tage geben, an denen Du verzweifelst, weil „es“ einfach“ nicht klappt, du abgelenkt und enttäuscht bist. Das ist total normal und weitverbreitet. Sei verständnisvoll und liebevoll zu Dir und spende dir selbst Trost. Das kannst du zum Beispiel mit meiner Übung „Beruhigende Berührung“ tun. Probiere es doch mal aus!

10) Annehmen was ist. Das ist wohl der wichtigste Tipp, den ich Dir geben kann. Es ist , wie es ist. Und morgen ist ein neuer Tag.

Hast du weitere Tipps, wie es dir gelungen ist? Schreib mir gerne in den Kommentaren.

Licht und Liebe

Iv

74 Ansichten